Tabakprävention in der Schweiz: 60 Jahre schrittweiser Fortschritt (1964–2024)
Analyse zur Schweizer Tabakpräventionspolitik (1964–2024)
OxySuisse und Unisanté haben gemeinsam eine Analyse zur Entwicklung der Schweizer Politik zur Tabakprävention veröffentlicht. Der Artikel erschien in der Ausgabe Nr. 925 der Revue Médicale Suisse, die sich mit Tabakologie befasst.
Die Entwicklung der Schweizer Gesetzgebung zur Bekämpfung des Tabakkonsums war von mehreren Meilensteinen geprägt: dem Verbot der Fernsehwerbung im Jahr 1964, der Einführung von Gesundheitswarnungen auf Verpackungen im Jahr 1980 und dem Inkrafttreten der Tabakverordnung im Jahr 1995.
Seit den 2000er-Jahren haben kantonale Gesetze eine Vorreiterrolle gespielt. Das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen trat 2010 in Kraft, gefolgt vom Tabakproduktgesetz im Jahr 2024. Die Fortschritte waren insgesamt bescheiden und langsam – gebremst durch mangelnden politischen Willen und den Einfluss der Tabakindustrie. Zu den Erfolgsfaktoren zählen wissenschaftliche Daten, die Entnormalisierung des Tabakkonsums, öffentlicher Druck und Koalitionen.
Diese Erkenntnisse können dazu beitragen, die kommerziellen Determinanten der Gesundheit wirksamer zu regulieren.
Lebon, L., et al. Prévention du tabagisme en Suisse : 60 ans de progrès graduels (1964-2024). Rev Med Suisse. 2025; 21 (925): 1368–1373.
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