Soziale Netzwerke: die neue Waffe der Tabakindustrie
Ein neuer Bericht von „Transparency and Truth“ untersucht, wie die Tabak- und Nikotinindustrie soziale Netzwerke nutzt, um Werbeverbote zu umgehen und neue Märkte zu erschliessen.

Jugendliche sind die Hauptzielgruppe der Tabakindustrie: als zukünftige Raucherinnen und Raucher sollen sie das Überleben der Tabakindustrie sicher stellen.
Das nur schlecht getarnte Ziel jedes Tabakunternehmens besteht darin, dass junge Nichtrauchende möglichst früh zu rauchen beginnen, und zwar mit einer seiner Marken, um so den Konkurrenten zuvorzukommen. Anschliessend geht es für sie darum, die jungen «Rauch-Anfängerinnen und Anfänger» zum weiteren Konsum anzuregen, damit sie zu Gewohnheitsrauchenden werden, die nach einem Produkt süchtig und ihrer Marke treu sind. Um dies zu erreichen, nutzt die Tabakindustrie alle Marketingkanäle, die ihr zur Verfügung stehen. Nach den klassischen Werbemedien gilt es seit kurzem, die sozialen Netzwerke zu erobern. Dieser virtuelle, offene, grenzenlose und intrusive Raum fällt durch die Maschen der gezielten Marketingreglementierung. Während die Regulierung weiter schwammig bleibt und die Nutzenden von virtuellen Gemeinschaften immer jünger werden, reichen den Herstellern wenige Klicks, um ihre Zielgruppe zu erreichen.
Das vollständige Dossier finden Sie unter: https://transparencyandtruth.ch/de/ressource/soziale-netzwerke-die-neue-waffe-der-tabakindustrie/
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