Instrumentalisierung der Diversität
Ein neuer Bericht von „Transparency and Truth” untersucht, wie die Tabakindustrie sich als Verbündete der LGBTIQ+ Community präsentiert, während sie gleichzeitig mit gezielten Werbekampagnen genau diese Community ins Visier nimmt.

Die Tabakindustrie präsentiert sich gerne als Verbündete der LGBTIQ+-Gemeinschaft, indem sie Vereinigungen finanziert und Botschaften der Inklusion fördert.
Doch hinter dieser inklusiven Haltung verbirgt sich eine weitaus ambivalentere Realität: Seit Jahrzehnten zielt die Branche mit Werbekampagnen gezielt auf diese Gemeinschaft ab. Zudem unterstützt die Tabakindustrie in der Schweiz finanziell die SVP, eine konservative Partei, die sich systematisch gegen die Rechte von LGBTIQ+-Personen stellt.
Im Frühjahr 2025 haben Tabakkonzerne Seiten von ihren Websites entfernt, auf denen ihr Engagement für LGBTIQ+-Personen beschrieben wurde. Auch in den sozialen Netzwerken kommunizieren sie nicht mehr zu diesem Thema. Ihre Unterstützung der LGBT-Sache erscheint somit als ein opportunistisches Kommunikationsinstrument, das aufgegeben wird, sobald es ihren politischen oder kommerziellen Interessen nicht mehr dient.
Die Initiative «Transparency and Truth» wird von OxySuisse im Auftrag der Tabakpräventionsstiftung umgesetzt. Das vollständige Dossier finden Sie unter: https://www.transparencyandtruth.ch/de/die-dossiers/instrumentalisierung-der-diversitaet
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